Deutschland gewinnt die Fussball-Roboter WM
Für den richtigen Zug aufs Tor sorgte maxon motor
Bei der Fussball-WM der Roboter 2010 in Singapur hat das Team aus Deutschland gewonnen. Der Torschütze zum 6:1 Schlussresultat heisst nicht Thomas Müller, sondern Nao. Ein Roboter. Anstatt von starken Muskeln bekommt er seine Energie und Beweglichkeit von dynamischen Elektromotoren aus dem Hause maxon motor.
Über 500 Teams aus 40 Ländern haben am RoboCup 2010 teilgenommen. Der WM-Titel geht an die Mannschaft „B-Human“ des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) der Universität Bremen. In der Standard Platform League – der Topliga – gab es im Finale einen klaren 6:1-Sieg gegen „rUNSWift“ aus Australien. Der RoboCup ist der wichtigste Wettbewerb im Bereich künstliche Intelligenz und Robotik. Das ambi-tionierte Ziel der Standard Platform League ist, dass im Jahr 2050 ein Team von autonomen humanoiden Fuss-ballrobotern den amtierenden (menschlichen) Weltmeister besiegen wird.
Die Fussball spielenden Roboter in der Standard Platform League, ein reiner Programmierwettbewerb, sind von der französischen Firma Aldebaran Robotics. Der kleine, aber flinke Nao ist 58 cm gross, 4.3 kg schwer und besitzt 25 bewegliche Gelenke, welche alle durch präzise maxon DC-Motoren angetrieben werden. Dazu kommen zwei Kameras und jede Menge Sensoren für die Orientierung. Mit dieser Grundausstattung können Vertei-diger, Stürmer und Torwart je nach programmierter „DNA“ besser oder schlechter den Infrarotball erkennen, Spielzüge planen und Tore schiessen.
Nao soll in Zukunft nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch als Haushaltshilfe eingesetzt werden können.
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